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Kein Standort-Übungsplatz der Bundeswehr in direkter Nachbarschaft zur Rehaklinik Tannheim

Die Bundeswehr plant gegenüber der Nachsorgeklinik Tannheim einen Standortübungsplatz, der den Reha-Erfolg für schwer herz-, krebs- und mukoviszidosekranke Kinder und ihre Familien nachhaltig beeinträchtigen würde.

In den vergangenen 23 Jahren hat sich die Klinik Tannheim deutschlandweit als eine erste Adresse der Familienorientierten Nachsorge für Familien mit krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Kindern etabliert. Weiter behandelt die Nachsorgeklinik Tannheim „Verwaiste Familien“ – das sind Familien, die durch Krankheit ein Kind verloren haben.

In direkter Nachbarschaft dieser Klinik soll nun ein Standortübungsplatz der Bundeswehr entstehen. Geplant sind eine Schießanlage für Panzerfaust und Granatpistole, eine Panzer-Teststrecke, eine Handgranatenwurfanlage sowie die Möglichkeit für Biwak-Übungen.

Wenn dieser Standortübungsplatz der Bundeswehr realisiert wird, werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten sehr viele Menschen in schweren Lebenssituationen davon betroffen sein.

Die Ruhe für die Trauernden und die chronisch kranken Patienten und Eltern, die aus ganz Deutschland nach Tannheim kommen, würde damit zerstört. 

Unterstützen Sie den Protest gegen diese Pläne mit der Teilnahme an der laufenden Petition. Vielen Dank !

Weitere Informationen:

Webseite des Vereins "We speak music" -> Weblink

Bericht des SWR Fernsehens -> Weblink

Link zur Petition -> Weblink

Aktuelle Änderungen im Pflegekontext

Die wichtigsten geänderten Regelungen im Pflegekontext, welche sich bedingt durch die gegenwärtige Pandemie geändert haben.

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat der Gesetzgeber Maßnahmen verabschiedet, die Pflegende und Pflegebedürftige während der Dauer der Pandemie entlasten und schützen sollen.

Beratungsvorgaben
➢ Wer Leistungen aus der Pflegeversicherung erhält und ausschließlich das Pflegegeld nutzt, ohne einen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen, muss halb- bzw. vierteljährlich eine Beratung nach § 37 Abs. 3 SGB XI abrufen. Im Zeitraum vom 17.03.2020 bis zum 30.09.2020 müssen diese Beratungen nicht stattfinden. In diesem Zeitraum wird das Pflegegeld ohne Durchführung des eigentlich vorgeschriebenen Beratungsbesuchs weitergezahlt. Ab dem 01.10.2020 werden die Beratungen nach § 37 Abs. 3 SGB XI in gewohntem Rhythmus wiederaufgenommen.

➢ Falls Sie erstmalig Leistungen aus der Pflegeversicherung und damit einen Pflegegrad beantragt haben, würden Sie nun eigentlich in Kürze durch einen Gutachter besucht, der sich ein Bild von der Pflegesituation macht. Aufgrund der Corona-Pandemie werden diese Besuche bis zum 30.09.2020 nicht stattfinden. Stattdessen erfolgt die Begutachtung durch die Sichtung der Aktenlage in Kombination mit einem strukturierten, telefonischen Interview mit dem pflegebedürftigen, einer Pflegeperson oder Pflegekraft und gegebenenfalls dem gesetzlichen Betreuer.

Aufgrund eines vorherigen Gutachtens vorgesehene Wiederholungsbegutachtungen finden bis zum 30.09.2020 nicht statt.

Weitere Infos finden Sie auch -> hier

Hilfsmittel
➢ Der maximal erstattungsfähige Betrag von 40 Euro pro Monat für Verbrauchshilfsmittel wird ab dem 01.04.2020 zunächst bis zum 30.09.2020 auf 60 Euro pro Monat angehoben. Dabei ist das Kaufdatum für die höhere Erstattung ausschlaggebend. Diese erhöhte Pauschale gilt bis zum 30. September 2020 – sofern nicht zuvor die Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite aufgehoben wurde.

Darunter fallen beispielsweise Mund-Nasen-Schutz sowie Händedesinfektionsmittel. Pflegehilfsmittel dienen zum einen der Erleichterung der Pflege für die Angehörigen und zum anderen zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen.

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind:

➢ saugende Bettschutzeinlagen zum einmaligen Gebrauch
➢ Einwegschürzen
➢ Einmalhandschuhe; Ausnahme: Einmalwaschhandschuhe
➢ Desinfektionsmittel für die Hände
➢ Desinfektionsmittel für Flächen; Ausnahme: Produkte zur Wunddesinfektion
➢ Mundschutz
➢ Fingerlinge

Möglich sind Unterschiede in der Bewilligung der Produkte. Einige Pflegekassen legen eine Mengenbeschränkung für die einzelnen Pflegehilfsmittel des Leistungskatalogs fest.

Hinweis:
Die Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die jeweiligen Leistungen sind mit der Krankenkasse abzustimmen. Mehr Infos zu den wichtigsten Änderungen in Bezug auf die häusliche Pflege in Corona-Zeiten unter: https://www.pflegeberatung.de/corona

Einreichung der Petition des Landesverbands Baden-Württemberg

Der Landesverband Baden-Württemberg hat seine Petition in Anlehnung an die Petition des Bundesverbandes im Landtag von Baden Württemberg eingereicht und auf aktuelle Missstände in den Mukoviszidose-Ambulanzen hingewiesen.

Wir konnten unsere Petition mit Erhebungen, die wir bereits vor einigen Jahren gemacht haben untermauern.

Der 16. Landtag von Baden-Württemberg hat in seiner 120. Sitzung am 20.05.2020 über die eingereichte Petition entschieden.

Das Ergebnis finden Sie in der offiziellen Stellungnahme hier zum Download

Behelfsmaske Nase-Mund Bedeckung /Alltagsmaske für Erwachsene

Die Regionalgruppe Pforzheim-Enzkreis, Nordschwarzwald fertigt handgemachte Nasen-Mund Maske aus Baumwollstoffen.

EDEKA  FEDELE verkauft diese Masken in den Filialen in Calmbach und Bad Wildbad.

Der komplette Erlös wird für den Unterstützungsfond des Mukoviszidose e.V. verwendet.

Mehr Info bei rita.locher@mukobw.de

Härtefallprogramm (Compassionate Use) Trikafta

Laut deutschem Arzneimittelinstitut BfArM besteht ab sofort ein Härtefallprogramm für besonders kranke Patienten mit Mukoviszidose, die heterozygot für die F508del Mutation sind. Für eine definierte Gruppe an Patienten darf das Medikament Trikafta bereits vom Arzt verordnet werden, obwohl es in Deutschland noch nicht zugelassen ist. Ärzte können sich an den in der folgenden Liste stehenden Kontakt wenden. Bei Trikafta handelt es sich um die Triple-Kombination aus den Wirkstoffen Elexacaftor/Tezacaftor und Ivacaftor, die von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA bereits im vergangenen Jahr zugelassen wurde. Für Europa wird mit einer Zulassung in der zweiten Hälfte 2020 gerechnet.

https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Arzneimittelzulassung/KlinischePruefung/CompassionateUse/Tabelle/_node.html;jsessionid=6FB08C1267F72AC9D777D7D200B80F6D.2_cid319?fbclid=IwAR1HX-bvEHUR7_L54YKqeZCx4AHMOBn-_yRJ0Dpu38PIf85JeEsCuTHBJLk

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